Sprachkurs

Hallo ihr Lieben,

jetzt bin ich schon über zwei Wochen in Tansania, mache Fortschritte in der Sprache und habe schon einige Leute kennen gelernt (sowohl deutsche Freiwillige, als auch gaanz viele Tansanier!). Mein Einleben geht voran! 😀

Heute war der letzte Tag von dem sechstägigen Kiswahili- Sprachkurs, den ich mit einigen anderen deutschen Freiwilligen in Iringa gemacht habe und wir haben zum Abschluss sehr lecker tansanisch gekocht. Es gab Reis mit Bohnen und Fleisch, dazu Chapati (so eine Art Weizenfladen) und Tomatensalat.

Die Tage diese Woche liefen so ab:
Von Montag bis Mittwoch waren wir in der zweiten Gruppe und hatten jeden Tag von 10-12 Uhr und dann wieder von 13.30 – 15 Uhr „Unterricht“. Danach sind wir dann eigentlich immer mit dem Daladala für 20ct ins Stadtzentrum gefahren, haben Sachen erledigt und gekauft, sind Essen gegangen und haben sehr viel Geld ausgegeben. Jedoch hatten wir in der Zeit immer nur recht wenig Zeit in der Stadt, weil wir meistens vor der Dämmerung (um 18Uhr) zu Hause sein wollten, wo wir dann noch Filme schauten, oder uns unterhielten.
Donnerstag, Freitag und heute waren wir in der ersten Gruppe, was bedeutet, dass wir immer schon um 8Uhr morgens unseren ersten Teil vom Kurs hatten und um 13. 30 Uhr schon in die Stadt fahren konnten. Am Donnerstag waren wir dann zum Beispiel wieder auf dem Secondhand Market (wo die ganzen Klamotten verkauft werden, die in Deutschland in die Altkleider-Container kommen 😉 ) und haben uns das Spektakel dort angeschaut, was dort nachmittags veranstaltet wird, wo die Händler von außen die Kleidung verkaufen :) Das war wieder spaßig und wir haben auf dem Markt das ein oder andere günstige Kleidungsstück erstanden! 😀
Freitagabend waren wir (alle Freiwilligen) von dem deutschen Vorsitzenden des Kinderdorfvereins der anderen Freiwilligen zu Iringas bestem Italiener eingeladen, wo wir uns jeder eine leckere Pizza gönnten! In Iringa gibt es erstaunlich viele Europäer und Amerikaner, die als Kurzzeitfreiwillige, Langzeitfreiwillige oder Auswanderer hier leben oder hier Urlaub machen, weil viele NGO’s hier ihren Sitz haben und es einen kleinen Nationalpark in der Nähe gibt, der zwar nicht so bekannt, dafür aber auch nicht so maßlos teuer ist. Außerdem liegt Iringa direkt an der riesigen wichtigen Straße, die von Dar Es Salaaam, also der Ostküste, bis nach Sambia führt. Somit vergeht kein Tag hier in der Stadt, an dem man nicht mindestens eine Gruppe Weißer (mit teilweise unverschämt kurzen Hosen oder unwissentlichem respektlosen Verhalten) antrifft.
Zurück zum Sprachkurs. Der Sprachkurs generell fand im Haus der anderen Freiwilligen statt, das von uns fünf Minuten zu Fuß von unserem Wochenendhaus entfernt ist. Wir waren in zwei kleine Gruppen (vier und fünf Leute) aufgeteilt und wurden von einer jungen, engagierten Tansanierin unterrichtet, die sich wirklich bemühte, uns Vokabeln und Grammatik so gut wie möglich einzutrichtern und ich muss sagen, es hat ganz gut geklappt! Ich habe richtig gemerkt, wie ich die SMS von Tansaniern von Tag zu Tag besser verstanden habe und kompliziertere Antworten schreiben konnte und wie mein Wortschatz bei Gesprächen auf der Straße oder in Geschäften wirklich immer besser wurde! Es macht mir echt Spaß mich darin zu versuchen, mich mit den Leuten zu unterhalten und mein Kiswahili auszuprobieren! Ich denke auch, dass es jetzt nochmal ein wenig einfacher ist, mich mit den Kindern und Mamas im Kinderdorf zu verständigen!

Morgen fahre ich zurück ins Dorf. Endlich mal wieder! Ich freue mich darauf, wieder in „mein“ Zimmer einzuziehen und mit den Kindern zu spielen, mit der kleinen Harriet zählen zu lernen und nicht mehr die Möglichkeit zu haben an jeder Ecke Geld auszugeben (weil alles ja sooo günstig ist 😀 ). Ich war bis jetzt ja erst eine Woche so richtig im Kinderdorf und ich bin schon gespannt, wie es wird, wenn dann dort endlich der Alltag einkehrt und man sich wirklich eingelebt hat!

Jetzt werde ich erstmal wieder in die Stadt fahren und heute Abend gehe ich dann mit den anderen Freiwilligen feiern. Morgenmittag nach dem Ausschlafen nehmen Kathrin und ich dann den Daladala oder einen Lifti (Mitfahrgelegenheit) nach Mbigili zurück.

Was ich auf jeden Fall im Moment sagen kann, ist, dass es mir sehr gut geht und mir das Leben hier sehr gut gefällt! Die Menschen sind super freundlich und herzlich und zu jedem gastfreundlich und ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Ich bin dabei erste Freundschaften zu schließen und mich zu integrieren, das macht echt Spaß!

Bis demnächst (wahrscheinlich nächstes Wochenende) und ich wünsche euch Schülern (:P) einen wunderbaren Start in die nächste Jahrgangsstufe nach der langen Erholung!

Eure Laura

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