So kann eine Woche Afrika aussehen…

Liebe Leute,

eine Woche ist jetzt rum, die ich erfolgreich in Tansania verbracht habe, ich hatte meine ersten Arbeitstage, habe gaanz viele Kinder kennengelernt und Namen vergessen (aber auch viele gemerkt) und bin jetzt bei allen Dada Laula (Dada heißt ‚große Schwester‘ und joa, Laura klappt nicht immer so ganz, manchmal ist es auch Raula oder Raura :D), außer bei der kleinen Harriet, die immer, wenn sie mich sieht ganz laut ‚Dada Uuuuula‘ schreit 😀

Mit ‚meinen‘ Kindergartenkindern verstehe ich mich suuper gut, die freuen sich immer, wenn sie mich sehen, klettern auf mir rum oder wollen gekitzelt werden oder Hoppa Hoppa Reiter spielen (was sie schon kannten, wahrscheinlich von den sämtlichen deutschen Besuchern und Freiwilligen, die dort vorbeikommen). Am Dienstag war Kathrin, meine Mitfreiwillige, mit mir im Kindergarten und wir haben mit den Kiddies ein Handabdruckbild mit Wasserfarben gemalt (siehe Foto in ‚Mein Projekt‘ 😉 ), das sehr schön geworden ist!

Also mein Tagesablauf sieht im Moment ungefähr so aus:
Morgens um 8 Uhr (oder kurz nach 8 – tansanisches Zuspätkommen eingerechnet xD ) gibt es mit ein Paar wenigen wichtigen Angestellten, den Gästen, die da sind und uns Freiwilligen Frühstück im Staff House. Das besteht aus leckeren Früchten (Banane, Papaya, Melone) und einer Art Grießbrei (der ziemlich lecker ist, gerade mit dem Obst) dazu. Danach kann man, wenn man möchte, auch noch selbstgebackenes Brot mit Guaven- oder Orangenmarmelade oder Honig essen, was auch sehr lecker schmeckt! Dazu frische, warme Milch (Mmmmmhh!) oder Tee oder Kaffee oder so! :)
Um 9 Uhr fängt dann mein Kindergarten an. Das bedeutet, dass ich zuerst mit der Erzieherin Dada Modesta zusammen alle Kinder betreue (also so eine halbe Stunde etwa, in der die 10-15 Kinder zusammen die Nationalhymne und weitere Lieder – auch zum Englisch oder zählen lernen- singen) und die 5 Kleinsten danach rausfische und mit ihnen draußen, oder in einem anderen Haus spiele, während Modesta mit den Größeren richtig schreiben und lesen lernt. Der Kindergarten geht dann bis halb 12 und danach wird mit allen zusammen auf dem Hof gespielt. Um 13 Uhr gibt es Essen, wobei die Kinder in 4 verschiedenen Häusern essen, immer dort wo sie wohnen und wir „Staff“ essen von Woche zu Woche in einem anderen von ihren Häusern. Nach dem Mittagessen machen alle Kinder (die Kleinen, die Großen kommen erst später von der Schule nach Hause) bis 16 Uhr Mittagsschlaf. In der Zeit habe ich mich letzte Woche auch oft hingelegt und oft bin ich vor Erschöpfung auch eingeschlafen. Danach wird bis zum Abendessen mit allen (also auch den Schulkindern) gespielt und gelernt, bis es um 19 Uhr wieder in einem der Häuser Abendessen gibt, die Kinder dann ins Bett und wir ins Staff House (sozusagen unser Wohnzimmer) gehen und lachen und Mails checken und spielen und mit den Gästen (diese Woche zwei suuper nette Lehrer aus Deutschland) reden und Spaß haben. Irgendwann wenn man müde ist, geht man dann aufs Zimmer, schreibt eventuell noch Tagebuch und schläft dann gaaanz erschöpft und müde von den tollen Erlebnissen des Tages ein…

So sieht der Tag aus, wenn man nicht wie zum Beispiel am Dienstag, abends mit netten Leuten eine Dreiviertelstunde ins Dorf läuft und Chipsi Mayai (so eine Art Kartoffelomelett, also Kartoffelecken mit Ei) Essen geht und abends spät mit Taschenlampen zurückläuft, oder wenn man wie zum Beispiel am Mittwochmittag, zu einem Fußballspiel in der Schule (in der Kathrin arbeitet) eingeladen wurde, zu der man dann (etwa eine halbe Stunde) durch schönste Landschaft läuft und herzlich von den Lehrern begrüßt wird.

Ein Bild vom Fußballspiel auf dem Schulsportplatz:

Fußball
Wenn man die Schule und die Schulkinder dort mal gesehen hat, merkt man erst richtig, was das Kindderdorf für eine Heile Welt im Gegensatz zu den vielen Familien und Kindern im Dorf und den anderen Dörfern drumherum ist! Hier haben die Kinder genug zu essen, zu trinken, zu spielen, sie haben saubere und ordentliche Schuluniformen und sie werden dort nicht geschlagen! Viele Kinder in der Schule sehen in ihren zerlumpten und verstaubten Uniformen wirklich sehr arm und manche auch wirklich krank aus..

Hier haben sich alle Schulkinder auf dem Schulhof versammelt um Sascha und Beate zu verabschieden und Kathrin und mich Willkommen zu heißen:

Assembly

Wie gesagt, ich freue mich immer riesig von euch zu hören (bzw. SCHREIBT MIR MAL!! :DD), ich sende euch wunderbare (erstaunlich kalte) Grüße aus Iringa!!

Eure Dada Laura :)

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