Neues Jahr

Ein neues Schuljahr fängt an und so gibt es auch bei meiner Arbeit im Kinderdorf einige Veränderungen. Dadurch, dass unsere 4 ältesten Kindergartenkinder in die erste Klasse gekommen sind, sind meine Größten in die große Kindergartengruppe aufgerückt. Mir bleiben also die Allerkleinsten: Harriet, Arnold, Savio (alle 2), dann Mwaka und Anna (beide ca. anderthalb) und dann die Knirpse Consolata und Jenny, die jetzt auch schon fester Bestandteil der Gruppe und jeden Tag dabei sind. Jenny kann gerade laufen und Conso übt sich auch schon ab und zu darin.

Somit fällt für mich die Schwierigkeit weg, sowohl die großen Coolen, als auch die kleinen Krabbler und Quatscher in einer Gruppe zu beschäftigen. Dafür ergeben sich neue Herausforderungen, was zum Beispiel das Windelnwechseln mit einschließt. Außerdem werde ich mir für die Kleinen jetzt noch mal ganz neue Spiele und Aktionen überlegen, weil viele zu klein für etwas wie Memory sind oder Angst vor den Schweinen haben. Das klappt bis jetzt jedoch alles sehr gut, die Kinder hören auch einigermaßen auf mich und haben sich langsam an die Struktur gewöhnt, die ich versuche ihnen zu geben.

Das bedeutet wir fangen morgens erstmal mit singen, toben, hüpfen, klatschen oder tanzen an, setzen uns dazu meist in einen Kreis und üben oft gleichzeitig zählen. Danach spielen wir frei. Das heißt, dass ich Spielzeug, Handpuppen oder Malsachen mitbringe und sie spielen lasse, was sie wollen. Manchmal nehme ich Bilderbücher mit und lese ihnen vor oder zeige ihnen die Bilder und lasse sie erklären, was sie darauf sehen. Oder wir gehen draußen spielen oder besuchen die Tiere, was mit den kleinen Kindern noch mal viel länger dauert, als mit den größeren vorher, weil allein der Weg dorthin dann so lang wird. 😉 Am Ende räumen wir alle zusammen auf und singen noch ein Abschlusslied, bevor die Kinder gehen.

Mir macht der Kindergarten nach wie vor sehr viel Spaß, ich verstehe mich sehr gut mit den Kindern, was aber nicht ausschließt, dass sie auch mal vor der Tür im Time-out sitzen, wenn sie frech waren oder sich nicht entschuldigen. Manchmal ist es jedoch etwas chaotisch mit den Kleinen, wenn viele Kinder einfach kommen und gehen, wie sie wollen.

Was sich natürlich durch ein neues Schuljahr auch ändert, ist die Englisch-Nachhilfe für die zweite Klasse, die ich jeden Morgen mache. In der neuen Zweiten sind jetzt statt fünf nur noch zwei unserer Kinder. Dadurch, dass in der ersten Klasse noch nicht wirklich Englisch unterrichtet wird und die beiden somit nur ein paar wenige Vokabeln und gar keine Grammatik kennen, fange ich mit ihnen jetzt bei Null an. Die ersten Stunden mit ihnen haben mir schon sehr viel Spaß gemacht, ich habe mir verschiedene Methoden überlegt und Materialien gebastelt und hoffe, dass wir drei gut zusammen arbeiten können. Im Moment habe ich da ein sehr, sehr gutes Gefühl! Es macht ihnen Spaß, sie kommen gut voran und verstehen sich untereinander auch sehr gut. Besser kann es nicht sein!

Das wars erstmal wieder von mir, liebe Grüße nach Deutschland,
eure Laura

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