Mwanza

Von meiner Fahrt nach Mwanza habe ich euch ja schon erzählt. Und jetzt, wo ich wieder zurück in Iringa bin, kann ich sagen: Es war weder die abenteuerlichste noch die längste Fahrt meiner Reise, aber dazu später mehr.

Mwanza liegt im Norden Tansanias, direkt am Viktoriasee, dem größten See Afrikas, und ist eine nette Stadt! Sie ist wohl sehr groß, aber ich war dort trotzdem lange nicht so verloren, wie das erste Mal, das ich in Dar Es Salaam war. Schnell hatte ich nette Eckchen gefunden, ein Internetcafé, schöne und leckere Restaurants und Plätze mit schönen Blicken auf den See. Ich hatte vorher per SMS von einer deutschen Freiwilligen, die in Mwanza wohnt, jedoch zu der Zeit selbst verreist war, einige Tipps bekommen, welche Plätze sehenswert sind und ich hatte mich auch selber im Internet informiert und merkte schnell, dass die meisten dieser besuchenswerten Orte recht nah aneinanderliegen.

Alleine kam ich sehr gut zurecht, ich musste mich nach niemandem richten, konnte mich einfach treiben lassen und lernte super schnell neue Leute kennen. Zum Beispiel fragte ich ein paar Tansanier, die auf einer umzäunten Grasfläche, ähnlich eines Parks, direkt am Ufer des Sees saßen, ob ich den Zaun überqueren dürfte und sie erlaubten es mir (sie waren für diesen Park zuständig, einerseits für die Blumen und Pflanzen, andererseits dafür, dass er sauber gehalten wird und durften so entscheiden, wer den Park betritt und wer nicht) und daraufhin unterhielt ich mich ganz lange mit ihnen. Sie fragten viele Fragen zu Deutschland und Europa, wir tauschten uns über die verschiedensten Themen aus und verbrachten einige Stunden zusammen am Ufer des Sees. Wir sprachen über Religionen, Straßenbau, Heirat (ein sehr großes Thema, vor allem die Frage, warum ich nicht einfach jemanden heirate, der mich auf der Straße danach fragt und inwiefern das in Deutschland vielleicht anders ist). Sie waren jedoch sehr offene Menschen und angenehme Gesprächspartner und hörten mir sehr interessiert zu und lehnten nichts ab, sie verstanden sogar einiges sehr gut. Im Gegenzug stellte ich natürlich auch einige Fragen über tansanische Gewohnheiten und Traditionen und lernte einiges Neues dazu. Mittags gingen wir zusammen etwas essen und sie halfen mir danach meine weitere Reise nach Ruanda zu organisieren.

Auch an meinem zweiten und letzten Tag in Mwanza traf ich wieder meine neuen Freunde und wir schauten uns zusammen den wunderschönen Sonnenuntergang über dem See an.

Am nächsten Morgen verließ ich das schöne Städtchen jedoch wieder und machte mich auf den Weg nach Ruanda.

Mehr dazu im nächsten Beitrag :)

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