Mein Geburtstag

Soo, ihr Lieben, ich habe ja laange nichts mehr von mir hören lassen und werde euch jetzt mal von meinen letzten 3 Wochen erzählen!

Meine Highlights in dieser letzten Zeit waren mein Geburtstag und ein Kurzurlaub in Dar Es Salaam, den ich zusammen mit Kathrin gemacht habe. Jetzt erzähle ich erstmal von meinem Geburtstag:

Mein neunzehnter Geburtstag war am Mittwoch vor fast 2 Wochen und ich saß zuerst mit meinen Liebsten hier im Kinderdorf (meine Mitfreiwilligen Christoph und Kathrin, die finnische Sonderpädagogin Johanna, die für drei Monate ein paar Tage die Woche in unserem Kinderdorf arbeitet und dem tansanischen ‚Sales Manager’ des Kinderdorfes, Adam, der täglich mit Plastiktüten voller Pilzen in die Stadt fährt um diese zu verkaufen) am Vorabend zusammen und feierte ein wenig. An meinem Geburtstagsmorgen kamen dann Johanna, Kathrin und Christoph vor meine Zimmertür, sangen mir ein Ständchen und überreichten kleine Geschenke (einen wunderschönen Stoff, Süßigkeiten, eine Hose, ein selbstgebackenes Plätzchen…). Nachdem ich meine Kindergartenkinder beschäftigt hatte und Christoph dabei geholfen hatte, das Baumhaus weiterzubauen (davon wird es bald Fotos geben, es dauert nicht mehr lange, bis es fertig ist!), fuhren wir Freiwilligen nach Iringa. Die Kinder im Kinderdorf wussten nicht, dass ich Geburtstag hatte, weil das hier im Kinderdorf nicht gefeiert wird, es kamen aber ab und zu ein paar Mitarbeiter vorbei und umarmten mich und gratulierten mir. Den Nachmittag in der Stadt verbrachte ich damit, mich in einem Café mit Bekannten aus Deutschland zu treffen, die zufällig gerade in Iringa waren, mit meiner Familie zu skypen und die anderen Freiwilligen zu treffen, die aus Dar (Es Salaam) wiedergekommen waren. Außerdem war ich damit beschäftigt mit Taxifahrern zu reden, die uns alle (meine ‚Kinderdorf-Liebsten’, einige andere Freiwillige und zwei finnische Freundinnen von Johanna) am Abend zu ‚Mama Iringa’, einer echt italienischen und entsprechend teureren Pizzeria hier in Iringa, fahren sollten. Und so ein Telefonat in Tansania dauert etwas, weil man sich erstmal eine Zeit lang nach der Gesundheit sämtlicher Familienangehörigen, sowie den Nachrichten vom Tag und der Arbeit erkundigt, bevor man sein Anliegen loswird.

Einer der Freiwilligen hatte mir einen Kuchen gebacken, den ich auch mitnahm und der mir dann in der Pizzeria von der freundlichen Italienerin (die schon seit langem in Tansania lebt und somit weit mehr Kiswahili als Englisch spricht) abgenommen wurde, damit er in den Kühlschrank gestellt werden konnte. Nach einem leckeren Essen, netten Gesprächen mit den vielen lieben Menschen, die anwesend waren, und noch einem kurzen Telefonat mit meiner Familie wurde der Kuchen dann mit Kerzen bedeckt und begleitet von Gesang und einem Stapel Teller an unseren Tisch getragen. Das war echt schön!

Einer der Freiwilligen, der die Woche zuvor in Kenia gewesen war, erzählte von einem kenianischen Brauch, nach dem das Geburtstagskind jedem Gast ein Stück des Kuchens füttern sollte. Adam bestätigte, dass das auch tansanische Sitte sei und so ging ich kurzerhand mit dem Kuchen und einer Gabel bewaffnet um unseren Tisch herum und fütterte jedem meiner Gäste einen Happen von dem leckeren Kuchen.

Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Geburtstag!

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