Deutscher Kindergeburtstag

Guten Morgen, Welt!

Es ist viertel vor 7 Uhr morgens und ich bin ausgeschlafen. Gestern bin ich schon um 20 Uhr erschöpft eingeschlafen, und habe jetzt trotz einer wachen Stunde in der Nacht zehn Stunden geschlafen.

Gestern war ich auf dem ersten Geburtstag eines deutsch-tansanischen Mädchens in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe von Iringa (aber Richtung Mbeya). Sie ist die Tochter von der Deutschen, die mit uns unsere Safari geplant und von dem Tansanier, der diese mit uns durchgeführt hat. Sie haben in Isimila eine wunderschöne, kleine Lodge, wo ich mit ein paar anderen Freiwilligen am Samstag um 15Uhr hinfuhr um deutsch zu essen und Geburtstag zu feiern. Wir hatten einen Kuchen mitgebracht und es gab dort, als wir ankamen, noch andere süße Leckereien zu Kaffee und Tee. Etwas später wurde der Grill angeschmissen und wir grillten unser selbst mitgebrachtes Fleisch und aßen dazu leckere Salate und Brote. Ein ganz normales, deutsches Grillen also.
Selbst die Gespräche auf dem Fest waren fast ausschließlich auf Deutsch. Außer uns waren noch ein paar andere deutsche Freiwillige da, sowie die beiden großen Geschwister, die Eltern und die Großeltern von dem Geburtstagskind und noch drei andere deutsch-tansanische Familien (bzw. eine deutsch-nigerianisch-schweizerische Familie). Alle Kinder wurden deutsch erzogen und alle Partner sprachen bis auf einen, auch fließendes und akzentfreies Deutsch. Es wurden Geschichten erzählt, Menschen vorgestellt, Kinder beschäftigt und leckeres Essen gegrillt (bzw. gebraten wie man im Osten sagt 😛 ). Abends wurden wir von einer Familie mit dem Auto mit zurück nach Iringa genommen, wo ich sofort einschlief.
Es war interessant zu sehen, dass es hier so eine zusammengeschweißte Gemeinschaft zwischen den verschiedenen deutschen Familien gibt und zu hören, aus welchen Gründen die verschiedenen Familien in Tansania wohnen, wie lange schon und wie die Kinder damit umgehen. Die Schulkinder dieser Familien gehen in Iringa auf die International School, eine teure Privatschule, die amerikanisch aufgebaut ist und in der der Unterricht schon ab der ersten Klasse auf Englisch ist. Kiswahili lernen diese Kinder dann meistens als Fremdsprache nebenbei und natürlich im Umgang mit Nachbarskindern oder in der Stadt.
Was für mich auch ganz spannend war, war dass bei genau der einen Hälfte der vier gemischten Familien der Vater und bei der anderen Hälfte die Mutter deutsch war. Man kann hier also nicht sagen, dass es (wie zum Beispiel in Thailand) fast ausschließlich europäische Männer gibt, die eine tansanische Frau heiraten, sondern es ist relativ ausgewogen.

Das war jetzt also mal ein bisschen Deutschland mitten in Tansania.

Viele liebe Grüße,
Laura

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